Este
STAATLICHES MUSEUM ESTE

Via G. Negri, I-39042 Este (Padua)
Telefon 0039-0429-2085
A. P. T.
A. P. T.
Fremdenverkehrsamt
Museum

Das staatliche Museum Este wurde im Jahre 1834 als Städtisches Lapidarium (Inschriftenmuseum) gegründet. Durch seine Gründung hoffte man, daß die Altertümer, die reichlich unter Estes Boden gefunden wurden, nicht mehr zerstreut würden, wie es z.B. mit den im Schloß Cataio in Battaglia aufbewahrten vorrömischen und römischen Sammlungen geschehen war, diese wurden nämlich später vom österreichischen Stamm der Herzöge von Modena geerbt und gingen deshalb nach Wien über. Durch erfolgreiche, systematische Ausgrabungen, seit 1876 von Alessandro Prosdocimi im eisenzeitlichen Grab- und Wohnstätten- Gebiet erhielt das Museum einen weiteren großen Aufschwung. Im Jahr 1887 wurde es zum Nationalmuseum, und seit 1902 hat es dort seinen Sitz im schönen Mocenigo-Palast, der im 16. Jahrhundert von der venezianischen Adelsfamilie auf der Ruinen des Schlosses von Umbertino da Carrrara auf dem Land des primitiven markgräflichen Schlosses von Alberto Azzo II von Este erbaut wurde. Beachtenswert sind die Gewölbe von drei Sälen im ersten Stock, welche im 17. Jahrhundert vom dem Freskenmaler Giulio Carpioni aus Vicenza mit allegorischen Szenen geschmückt wurden, die sich vermutlich auf die Tapferkeit des Hauses Mocenigo beziehen und zu den wenigen ursprünglichen Elementen des Palastes gehören. Neben dem Palast beginnt der weitläufige, schöne mittelalterliche Mauerring der Burg.Figur

Die Anordnung des Museums ist streng chronologisch und dokumentiert die Lebenskontinuität von der Altsteinzeit bis zur römischen Zeit im Landgebiet von Este. Die meisten Funde stammen aus Este und sind sehr bedeutend für die Bestimmung der Entwicklung der venetischen Kultur (die Kultur der Eisenzeit in Venetien so bezeichnet wird). Der Name der Stadt war in der Römerzeit Ateste und kam bestimmt von dem Fluß Etsch (Adige), Atesis, der in der Antike das Stadtgebiet von Este durchfloß und im 6. Jahrhundert n.Chr. seinen Lauf mehr gegen Süden hin änderte, was ungefähr der heutigen Richtung entspricht.
Helm
Die älteste Wohnstätte am Flußufer glich schon im 9-13. Jahrhundert v.Chr. einer festen Siedlung. Bis zur römischem Republik ändert sich das Bild der Siedlungen wenig. Rund um den Wohnort, der ungefähr dem heutigen historischen Zentrum entspricht, liegen die reichen Totenstädte. Im augusteischen Zeitalter wurde das Stadtzentrum nach typisch römischem Vorbild neu erbaut: dieses sah orthogonale Straßen vor, mit Wohnquartieren und einem weiten zentralen Platz mit öffentlichen Gebäuden, die jedoch nur teilweise identifiziert und ausgegraben worden sind. Schon seit dem 8. Jahrhundert v.Chr. sind die Einflüsse villanovianisch-etruskischen Kultur spürbar. Vom 7. Jahrhundert v.Chr. an spielte Este durch die Poebene als Verbindungspunkt zwischen Mitteleuropa, Bologna und Etrurien im Handelsverkehr eine wichtige Rolle.

In Este war die Handwerkerkunst der Bronzebearbeitung von großer Bedeutung. Die aus den etruskischen Einflußgebieten in der Poebene stammenden mit orientalischen Motiven verzierten Bronzegegenstände wurden bereits vom 6. Jahrhundert v.Chr. an exportiert. Von Ende des 6. Jahrhunderts v.Chr., sind die ersten mit nordetruskischem Alphabet abgeschriebenen Zeugnisse der venetischen Sprache (einer latein-ähnlichen indoeuropäischen Sprache) und schon im 5. Jahrhundert v.Chr. sind einige große Sanktuarien nachgewiesen, zu denen der bedeutende und sehr reiche, der Heilgöttin Reitia geweihte Votivschrein eine Schule "zum Lehren der Schrift' gehörte. In der späten Eisenzeit werden Einflüsse keltischer Kultur in Este spürbar.Vase

Der Romanisierungsprozeß erfolgt langsam und friedlich. Kurz nach 150 v.Chr. ließen einige vom römischen Senat gesandten Prokonsule eine Anzahl von Grenzsteinen aufstellen, um die Grenzen der Landgebiete von Este, Padua und Vicenza festzusetzen. Anfangs des 1. Jahrhunderts v.Chr., erhielt Ateste das lateinische Bürgerrecht, zwischen 49 und 42 v.Chr. das römische, und wurde der tribus Romilia zugewiesen. Plinius nannte Ateste colonia militaris, die von Augustus nach der Schlacht von Azio gegründet worden war, vermutlich um die Veteranen als Belohnung mit Landgrundstücken zu versorgen. Die Eingliederung der Römer in Este und die allmähliche Latinisierung der Sprache und der Namengebung gingen friedlich vor sich. Im 2.Jahrhundert n.Chr. beginnt der langsame Niedergang der Stadt.

Öffnungszeiten täglich von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr, außer am Neujahrstag, 1. Mai und zu Weihnachten.
Eintritt 4.000 Lire
Europäische Staatsangehörige bis 18 Jahre und über 60 Jahre zahlen keinen Eintritt.

Informationen

AZIENDA DI PROMOZIONE TURISTICA N° 9, Terme Euganee
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Viale Stazione 60, I-35036 Montegrotto Terme (PD)
Öffnungszeiten des Büros (wir sprechen Deutsch)
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Am 2. Sonntag eines jeden Monats von 09.30 Uhr bis 12.30 Uhr
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